50 mm Propaganda

What do you think about Iran? Does Western propaganda spread bad news about our country?“

20 Tage im Iran. Gelandet in Tehran, dann Shiraz, Yazd, Esfahan, Tabriz, Rasht und Ghazvin. Persische Hochkultur, islamische Revolution und synkretistischer Sufismus in Wüsten und Bergen. Kamele aber auch Burgen und Steinböcke.

Etwa 80 Millionen Iraner gibt es. Schnell werden es mehr denn die Wirtschaft boomt. Terrorismus und Daesh sind nicht präsent – in Anbetracht der Tatsache dass Afghanistan, Armenien (inkl. Bergh Karabagh), Aserbaidschan, Pakistan, Turkmenistan und der kurdische Osten der Türkei an Iran angrenzen eigentlich kaum vorstellbar. In den westlichen Medien wird aber nicht alles über einen Kamm geschoren – die Konsumierenden sollten das also auch nicht machen. Besser ein Buch von Abbas Maroufi oder Agha Khan in die Hand nehmen. Sie beschreiben die eiserne Hand des religiösen Regimes, innere Querelen aber vor allem auch jene Seiten die Besucher kennen lernen: unendliche Gastfreundschaft, Interesse und Wissensdurst, Sicherheit. Im Iran herrschte nicht Saddam Hussein, kaum werde ich hier von Besoffenen überfahren.

In Iran arbeiten Frauen und fahren Auto. Sie studieren mehr und offensichtlich ausgiebiger als ihre männlichen Pendants. Die neu Erworbene und im Westen mit Argwohn betrachtete nukleare Kompetenz (auch als Anhänger pazifistischer Gesinnung gilt es die Frage nach der Argumentation eines Verbots für den Erwerbs einer solchen Kompetenz ob für zivile oder militärische Nutzung von Seiten der westlichen Atommächte zu stellen) stellt den Stolz einer vom Embargo geknechtetem Nation wider her. Befremdlich bleibt die explizite Aversion gegenüber arabische Gesellschaften: Hass ist den Iranern und Iranerinnen nicht würdig.

Vor allem berichte ich von einem Staat, Landstrich, einer Region der Welt deren Bevölkerung Freundschaftlichkeit ungebrochen ist. Die internationale und teils auch von Innen herbeigeführte Abschottung hat vor allem bei den Jüngeren zur Verkümmerung der Vorstellungskraft geführt. Ob ich oder Sie; die Propaganda zeigt ihre Wirkung und nur der langfristige und stabile Austausch wird beitragen können ein gegenseitiges Verständnis zu erarbeiten. Mit Hilfe von Fotos geschossen mit einem Nikkor 50 mm trage ich dazu bei: 50 mm Propaganda

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.