magdas Hotel

Die Caritas hat recht. In Anbetracht der alltäglichen Horrorgeschichten braucht es ein neues Mutmachprojekt – ein Projekt das aufzeigt, dass Integration keine Utopie bleiben muss. Erst vor kurzem wurde, mit Unterstützung der Caritas, in der Leopoldstadt in Wien ein etwas spezielles Hotel eröffnet. Das magdas Hotel.

Neues Hotel und neues Konzept am richtigen Ort
Regulärer Hotelbetrieb – what else? Unweit der neuen WU Wien finden nun rund 20 Flüchtlinge ihren Arbeitsplatz. Alle bezahlt nach Kollektivvertrag – wie man es sich von einer christlichen Einrichtung erwarten darf. Durch das Projekt werden Einwanderer in der Öffentlichkeit als Teil der Gesellschaft sichtbar. Auf persönlicher Ebene bekommen sie eine reale Chance in Österreich.

‚Arbeitsplätze mit Vorbehalt für Ausländerinnen!‘
Ich höre bereits erste Klagrufe. Dabei liegt die Bedeutung des Hotels in ihrem Charakter als Teil des regulären kapitalistischen Spiel – mit dem Abstrich dass zugewanderte Personen aus nicht-europäischen Drittstaaten im Bewerbungsgespräch bevorzugt werden. Aber wem bitte kann dies bei der Schaffung von Arbeitsplätzen für marginalisierte Gruppen verübelt werden.
Ja, Magdas Hotel steht in leicht bevorzugter Konkurrenz zu anderen lokalen Hoteliers. Allerdings: Ein Hotel mehr oder weniger nimmt wohl keinen allzu großen Einfluss bei Städten mit hohen Nächtigungszahlen.

Die Caritas als Unternehmer im Hotel Sektor.

Warum die Kenntnisse der Flüchtlinge leugnen; viele von ihnen sind gut ausgebildet,  über 23 Sprachen werden vom Hotelpersonal gesprochen. Social Business ist das Wort der Stunde und das Projekt der Caritas scheint dies als Leitbild für eine sachliche Auseinandersetzung mit dem derzeitigen Integrationsdilemma in ihrer Agenda verankert zu haben. magdas Hotel hat Flaggschiff-Charakter.

Abschließend bitte ich euch, bei eurem nächsten Besuch in Wien in magdas Hotel zu nächtigen. Auch den politischen Parteien in Österreich wegen. Sie und ihre WählerInnen brauchen dringend Alternativen in der Integrationsdebatte. Ein Erfolgsprojekt aus dem Hause Caritas kann dabei nicht schaden.

PS: Auf der offiziellen HP von magdas Hotel wird nicht mit seiner Einzigartigkeit aus gönnerhafter Perspektive geworben. Gut so!

PPS: Auch die Zeit hat über magdas Hotel berichtet – http://www.zeit.de/2015/11/caritas-hotel-wien-asylbewerber.

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