Lokalaugenschein Aspern

Nach einem Treffen mit Verantwortlichen der United Creations – Betreiber einer nachhaltigen Entwicklungs- und Experimentierplattform in der Seestadt Aspern –  hatte fand ich gestern Zeit und Muse, der beeindruckenden Kulisse einen Besuch abzustatten. Worum es in der Seestadt Aspern geht, wurde in früheren Berichten hier und hier berichtet. Damals wohnte allerdings noch niemand in der Seestadt.

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Eingangsstraße zur Seestadt im Süden, 2015, Michael Anranter

Ich nutzte die Zeit um ein paar wenige Eindrücke (mit Handykamera) festzuhalten und durch die erste, beinahe abgeschlossene Bauphase des Mammutprojektes zu flanieren. Dabei hat sich einiges getan; zögerlich ziehen die ersten Menschen ein, der Seepark wird bald im strahlenden Grün erscheinen. Der einzige Mini-market den ich finden konnte, befindet sich noch in einem überdimensioniertem Baustellencontainer, außerhalb der Stadt am Weg zur U-Bahn. Gewiss ist nur, dass es noch zu früh ist um über ein Scheitern oder Gelingen des Projektes zu sinnieren.

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Hoffnungsschimmer für die Betonwüste, 2015, Michael Anranter

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Künstliche schiefe Ebenen, 2015, Michael Anranter

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Plastikspielplatz, 2015 , Michael Anranter

Der Abschluss von Bauphase eins bedeutet, aber auch den Beginn einer alltäglichen Revision und Evaluation des künstlich geschaffenen urbanen Raumes am Wiener Stadtrand. Nicht nur für die BewohnerInnen der Seestadt, aber auch für beteiligte Stadtplaner, Architekten, Bauträger und die Stadt Wien ist die Umsetzung der Seestadt ein Lernprozess dessen Ziel es sein muss das von Kritikern prognostizierte Seeghetto zu verhindern. Damit aus der Betonwüste ein florierender Stadtteil wird, scheint es sinnvoll neben quantitativen Erhebungen auch eine begleitende qualitative Sozialforschung zu etablieren, damit auf Bedürfnisse, Ängste und Visionen der AnrainerInnen, ihrer Nachbarn und lokalen Geschäftstreibenden bestmöglich reagiert werden kann. Community-building, lokale Identität und das historische Erbe des ehemaligen Flugfeldes spielen dabei eine bedeutende Rolle. Vorerst gilt es allerdings abzuwarten.

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