aspern+

U-Bahn  Station Seestadt Aspern, Michael Anranter

U-Bahn Station Seestadt Aspern, Michael Anranter

Gemeinsam mit Thomas Stollenwerk, Freund und Leidensgenosse, hatte ich das Vergnügen am Wochenende entlang der Radroute durch aspern+ zu radeln. Dort im 22. Bezirk, am Stadtrand Wiens, entsteht zurzeit ein Wachstumsprojekt das der Stadt Wien helfen soll ihrem Anspruch als europäische Hauptstadt gerecht zu werden. Bis 2035 sollen jährlich sollen über 7500 Wohneinheiten entstehen – mehrheitlich in Nähe der Donauplatte, die seit 2001 stark zu wachsen begann. Das ehemalige Flugfeld auf dem einst der Zeppelin Wien besuchte, soll ein urbanes Zentrum am See werden – kurze Wege – und unmittelbare Nähe zur Natur. Der Stadtteil soll multifunktional sein; Wirtschafts-, Forschungs-, und Bildungsquartier in einem und gleichzeitig. 17 Minuten nach Wien Hauptbahnhof und 28 Minuten nach Bratislava Hauptbahnhof sind die angestrebten Zeitintervalle für den öffentlichen Verkehr und erwecken den Eindruck, dass der politische Wille einer partnerschaftlichen Kooperation im Rahmen des CENTROPE besteht.

Alles was am Papier zu funktionieren scheint, der Output jahrelanger Studien aus interdisziplinären Fachrichtungen wurde zusammengetragen, damit das Projekt zum Erfolg wird – und bisher kann festgestellt werden dass zumindest die Marketing-Strategen ihr Bestes gegeben haben. Es gibt eine Ringstraße, eine rote, blaue und grüne Saite des Stadtviertels – sie alle sollen das Ihrige tun um aus der Seestadt ein Vorzeigeprojekt zu machen. Klimaneutralität, Nahversorgung und Intelligente Baustellenlogik sollen an dieser Stelle zwar erwähnt werden – besonders sind sie allerdings nicht mehr, zumindest nicht so wirklich. Hier können die detaillierten Publikationen rund um das Projekt heruntergeladen werden.

Es ist ein Riesenprojekt an dem vieles kritisiert, anderes gelobt werden kann – erst die Zeit wird zeigen ob urbane Zentren in ihrer Vielfalt geplant werden kann. Ein angehender Stadtplaner meinte neulich zu mir es sei spannend – aber wie könne auf Entwicklungen die nicht vorgesehen waren angemessen reagiert werden? Eine Frage die aufgrund der Gleichzeitigkeit der Fertigstellung nicht unwesentlich ist für ein Projekt, das im Kopf der Bauherren schon abgeschlossen zu sein scheint. Hier geht’s zur Fotostrecke.

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