Zurückgekehrt. Vietnam

Um wieder Fuß fassen zu können und den Einstieg in den Wiener Alltag wiederzufinden, bringe ich dieses Mal in eigener Sache einen Reisebericht und Fotos mit, der ein bisschen von Vietnam erzählt, das Reisen an sich beleuchtet und vielleicht auch ein paar neue Ideen für das kommende Jahr bereit hält.Bild

In den letzten fünf Wochen hab ich mich in Vietnam aufgehalten. Saigon, Nha Trang, Hoi An, Dong Hoi, Ninh Binh, Sapa, Ha Noi und Cat Ba können als Eckpunkte genannt werden.

Ich war überrascht; war mir nicht darüber im Klaren gewesen, dass Vietnam ähnlich dicht besiedelt ist wie das Vereinte Königreich. Menschen überall, gar nicht so einfach Orte zu finden die nicht bebaut, kultiviert, oder einfach belebt sind.  Das Land ist furchtbar aktiv, überall wird gehandelt, verkauft, gekocht und vieles mehr. Auf den Straßen, auf allen Straßen spielt sich das Leben ab. Eine Tugend die in europäischen Städten bei weitem nicht mehr in diesem Ausmaß bekannt ist.

Einprägend ist auch der Verkehr und nicht selten ertappte ich mich dabei, wie ich mir wünschte  diesen zu reglementieren. Ein bisschen zumindest. Aber auch hier stellt sich die Frage nach den Lebensweißen und dem Grad an Öffentlichkeit. Was wäre wenn die christlich gläubigen Vietnamesen nicht mehr mit ihrem Mofa bis in die Kirche fahren können, wenn die Parkanlagen nur mehr für FußgängerInnen erlaubt wären. Sind doch die Motorräder für viele VietnamesInnen nicht nur ein Fortbewegungsmittel, sondern auch Statussymbol und nicht selten auch Lebensgrundlage. Das Motorrad transportiert alles: Familien, Vasen, Buddhas, Obst, viel zu lange Bambusstäbe und noch ganz andere, für westliche TouristInnen immer wieder erstaunliche, Dinge.

Seit dem Ende der Neunziger Jahre hat sich das kriegsgeschüttelte Land mit recht amerikafreundlicher Politik zu einem Land entwickelt, das seine Gästen mit großer Gastfreundschaft empfängt und auch zu verwöhnen verstanden hat. Wie volksnah ein „homestay“ in den zentralen Highlands oder dem hohen Norden wirklich ist, kann und sollte auch diskutiert werden. Vom Tourismus unberührt ist wohl schwierig, vor Allem wenn der Anspruch besteht das Unberührte als Tourist zu erfahren. Dennoch, Lebensweisen, Gewohnheiten und vor Allem auch das Essen überzeugen die meisten TouristInnen von der Vielfalt und Diversität des Landes. Dass insbesondere an den südlichen Strandorten der Pauschaltourismus mit seinen widrigsten Nebenerscheinungen überhand gewinnt, darf zumindest NOCH als Kollateralschaden betrachtet wird. Ein Wort übrigens, dass in Anbetracht der Kriegsgeschichte des Landes nur bedacht verwendet werden sollte.

Dies sind und können nur erste Eindrücke aus einem wirklich wunderbaren Land sein. Einige Bilder versuchen das Erlebte greifbar zu machen, zumindest so lange bis mich der ganz normale Alltag als Student und Blogger wieder hat.

BildFischer im Hinterland von Hoi AnBildBildBildBildBildBildBildBildBildBildBildBildBildBildBildBildBildBildBildBildBild

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